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Eine Aussage über Kosten und Zeitpunkt
der Fertigstellung den Erweiterungsbaus der Regionalen Schule
in Queidersbach ist erst dann möglich, wenn feststeht, welche
Konsequenzen die Verbandsgemeinde aus noch laufenden Beweissicherungs-verfahren
zieht. Das haben am Montagabend Reinhard Rollitz vom bauleitenden
Büro Werkplan und Rechtsanwalt Manfred Pauly in der Sitzung
des Verbands-gemeinderats Kaiserslautern-Süd deutlich gemacht.
Rollitz gab einen Überblick über Bestandsaufnahme
und Bauleitung an der Regionalen Schule. Werkplan war damit von
der Verbandsgemeinde beauftragt worden, nachdem man sich vom ursprünglichen
Planer getrennt hatte. Komplizierte Rechnungen mussten überarbeitet
werden, es habe an Unterlagen gefehlt, eine Zuordnung zu Leistungsverzeichnissen
sei schwierig gewesen, beschrieb Rollitz das "große
Aufgabenspektrum". Das Gespräch mit den Unternehmen
sei gesucht worden. Dort, wo keine Einigung erzielt werden konnte,
wurden und werden laut Rollitz Beweissicherungsverfahren nötig.
Fünf seien derzeit am Laufen, in einem Fall gebe es eine
Rückmeldung vom Sachverständigen. Auf andere Ergebnisse
warte man. In dieser Woche werde sich entscheiden, ob noch zwei
weitere Beweissicherungsverfahren folgen werden, so Rollitz.
An der Baustelle hätten mehrere Firmen - trotz Aufforderung
- nicht weitergearbeitet. In beschränkter Ausschreibung seien
neue gefunden worden. Zur Situation am Bau sagte Rollitz, dass
Klassenräume sowie Lehrer- und Elternzimmer möbliert
seien. In Physik- und Chemiesaal laufen noch Trockenbauarbeiten,
im Gewerk Fenster seien noch Arbeiten fällig. Der bisherige
Unternehmer habe die Arbeiten nicht fortgeführt. Der Bodenbelag
für die naturwissenschaftlichen Räume müsse aus
dem gleichen Grund neu ausgeschrieben werden. Laut Rollitz sind
im Obergeschoss weitere Estricharbeiten nötig, die von einer
neuen Firma übernommen werden.
"Wir sind gut in der Zeit", sagte Rechtsanwalt Manfred
Pauly auf die Frage von Udo Seibert (SPD), wie lange die Verfahren
dauern können. Bisher seien diese relativ zügig ohne
große Formalitäten gelaufen. Dabei habe man die Ferienzeit
genutzt. In allen fünf Verfahren seien bereits Termine vor
Ort gewesen. Pauly:
"Es geht derzeit um die schriftliche Niederlegung der Ergebnisse."
Bei neuen Verfahren könne es jetzt länger dauern. Dort
wo Handwerker nicht bereit seien nachzubessern, könnten weitere
notwendig werden. Da seien zurzeit die Firmen am Zug.
"Rechnungs-Chaos" vorgefunden
Frühzeitig sei versucht worden, Einvernehmen mit den Unternehmen
zu erzielen, so Rollitz, das sei in einigen Fällen gelungen.
Allerdings habe man auch kaum prüfbare Unterlagen vorgefunden.
Pauly: "Ein solches Rechnungs-Chaos habe ich noch nie erlebt."
Es sei nicht empfehlenswert gewesen, Rechnungen ohne Prüfung
zu bezahlen, so Pauly auf Frage von Kurt Scharmann (FWG). Die
Rechnungsprüfung sei von der alten Bauleitung sehr lax gehandhabt
worden, so der Rechtsanwalt. Rollitz sprach von einer wahren Sisyphosarbeit
als es gegolten habe Aufträge, Abrechnungen und Leistungsverzeichnisse
zuzuordnen.
Nach Beeinträchtigungen für den Schulbetrieb fragte
Willi Mohrhardt (CDU). Dieser sei in Teilbereichen in Mitleidenschaft
gezogen, so Bürgermeister Uwe Unnold. "Wir versuchen
die Belästigung zu minimieren."
Die Frage, um wie viel der Bau teurer werde, könne er nicht
beantworten so lange die Beweissicherungsverfahren nicht abgeschlossen
seien, so Rollitz auf Frage von Ralph Rüdinger (SPD). Alois
Schmitt (FWG) wollte in Frage wie Antwort nicht gelten lassen,
dass eine Verteuerung überhaupt unterstellt werde. "Mit
vernünftigen Zahlen hätten wir keinen Grund zu Spekulationen
gehabt", sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Arnold.
Er wolle wissen, wie viel im Jahr 2003 für den Erweiterungsbau
ausgegeben worden sei. Bauamtsleiter Gerhard Schohl nannte den
Betrag von 710.000 Euro.
Runden Tisch vorgeschlagen
Arnold und Seibert schlugen vor, einen runden Tisch einzurichten,
an dem auch Vertreter des VG-Rates mit Bauleitung und Firmen einen
Konsens suchen sollten. Pauly riet ab. Man divergiere in einigen
Fällen schon in grundsätzlichen Rechtsfragen, ein runder
Tisch bringe da nichts.
Dennoch sah Alois Edrich (CDU) in der Anregung der SPD-Fraktion
ein "positives Signal". Der Einbindung von Ratsmitgliedern
stand er jedoch kritisch gegenüber. Die CDU-Fraktion wolle
keine Vermengung von Legislative und Exekutive und es sei eindeutig
Sache der Verwaltung, das in Ordnung zu bringen.
Auch Gerhard Müller (FWG) hielt einen runden Tisch nicht
für notwendig an: "Wir sollten den bisherigen Weg zu
Ende gehen. Dann haben wir konkrete Ergebnisse." Den Unternehmen
wolle er nichts Böses unterstellen.
"Wir sollten der SPD-Fraktion helfen, dass sie den Weg wieder
findet, wie sie sinnvoll für die Verbandsgemeinde arbeiten
kann", sagte Alois Schmitt (FWG). Er habe das im vergangenen
Jahr nicht erkennen können. (dre)
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Die Informationspolitik von Bürgermeister
Unnold (FWG) lässt leider sehr zu wünschen übrig.
Ursprünglich war die SPD-Fraktion der Meinung, er wolle keine
Informationen weitergeben.
Damit haben wir ihm Unrecht getan. Er weiß es einfach nicht.
Erst auf mehrmaliges Nachfragen der SPD-Fraktion an Bürgermeister
Unnold (FWG) wieviel Geld denn im Jahr 2003 für die Schule
ausgegeben wurde, teilte er mit, dass er das nicht sagen könne.
Der Bauamtsleiter teilte dann mit, es wären 710.000 Euro.
Wenn ich Bauherr bin und baue mir ein Einfamilienhaus, dann bin
ich bei seriösem Arbeiten ständig über die Finanzsituation
informiert.
Bürgermeister Unnold (FWG) wird von den Bürgern der
VG nach A 16 bezahlt, dafür sollten sie eigentlich erwarten
dürfen, dass er über die Ausgaben an einem solchen Bauprojekt
informiert ist. Zumal mit Ausnahme des Feuerwehrgerätehauses
in Linden, keinerlei größeren Bauprojekte zu tätigen
sind.
... peinlich!
Einen Dank an Alois Schmitt (FWG), für sein Hilfsangebot
zur Wegfindung. Die SPD-Fraktion hat als einzige Fraktion sich
für die Aktenlage und für die Arbeitsweise von Bürgermeister
Unnold, FWG interessiert. Wir haben die Aufgabe, die Verwaltung
zu kontrollieren, dafür sind wir von den Bürgern gewählt
worden. Wir haben nicht im Sinn, uns an der Nase herumführen
zu lassen. Das dies mehr als notwendig ist, zeigt das momentane
Chaos um die Regionale Schule. Im Übrigen fragen wir uns
allen Ernstes:
"Was hat der Alois eigentlich getan?" ... außer
zuschauen?
27.10.03 SPD-Fraktion
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